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De Auetaler
Kultur (zu Lateinisch cultura, "Bearbeitung", "Pflege", "Ackerbau", von colere, "wohnen", "pflegen", "den Acker bestellen") ist im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt ... sowas wie Theater zum Beispiel...
Wir kennen den Gnadenhof, auf dem 'abgehalfterte' Gäule ihren Lebensabend verbringen können - und bisher mussten wir annehmen, die 'Seniorenresidenz' sei ein Euphemismus für eine entsprechende Einrichtung der ausgereifteren Modelle der Spezies Mensch. Den Auetalern ist es nun zu verdanken, dass die Senioren-WG die Palette der Variationen des betreuten Wohnens erweitert.
In Michael Wempners Stück "Champagner to'n Fröhstück" treffen sich Valentin Müller und Marie Strothmann während einer Wohnungsbesichtigung. Beide haben die Lebensmitte bereits deutlich überschritten und sind auf der Flucht in die Eigenständigkeit. Valentin konnte mit der Unterstützung seines Kumpels Kuddl Knoop aus dem Altersheim entkommen während Marie sich der Bevormundung ihrer Tochter ausgesetzt sah. Sie entschließen sich zur Gründung einer Senioren-WG, um die Wohnung zu bekommen. Diese Entscheidung nehmen ihre Kinder wenig amüsiert zur Kenntnis.
Die älteren Semester beginnen sich häuslich einzurichten, übergangsweise zur Schonung des finanziellen Hintergrundes soll die Ersteinrichtung aus ausgesuchten Stücken vom Sperrmüll bestehen.
Wir erreichen die typische Phase der Irrungen und Verwirrungen, als Valentin ein wertvolles Gemälde(ein original "Ewald T.") irrtümlich aus einem Umzugsbestand mitnimmt.
Natürlich wird wohl alles ein gutes Ende nehmen (ganz soo wirklichkeitsgetreu ist das Stück nun auch nicht) ... aber welches sei an dieser Stelle noch nicht verraten.
Die Akteure im Einzelnen:
Valentin Müller - Claus Fricke
Marie Stratmann - Helga Heins
Frau Boisen - Martina Einfeldt
Kuddl Knoop - Horst Schäpe
Petersen, Polizistin - Heike Fitschen
Lukas Müller, Sohn - Thomas Müller
Sophie Stratmann, Tochter - Sabine Alpers
Souffleuse: Käthe Serbian
Maske: Martina Einfeldt
Bühne: Ewald Tomforde
Technik: Stefan Einfeldt, Axel Tomforde
Reservierung: Manuela Kretschmar
Ein dankbares Stück für Akteure und Zuschauer. De Auetaler bestechen durch ihre homogene Vielfalt (Hach, was für ein Wortspiel!) und sind ein Garant für Spaß am Wochenende. Mittlerweile stehen fünf Spieltage in ihren Kalendern. Wir wünschen unseren Spieler jeweils ein volles Haus und dass sie ihre Hemmungen und ihre Schüchternheit überwinden: ihr seid auch für einen Freitag gut!
Die weiteren Termine:
Sonntag, 17. Januar 15:00 Uhr
Samstag, 23. Januar 20:00 Uhr
Sonntag, 24. Januar 15:00 Uhr
(c) Lichtbringer 2010
Autor: Lichtbringer -- 22.6.2010 17:11:47
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